Teppichboden verlegen

Teppichboden verlegen will gelernt sein. Allerdings bekommt auch der Laie, sofern er ein paar Dinge beachtet ein gutes Ergebnis ohne großen Aufwand hin. Hier haben wir Ihnen mal die größten Fragen, die vor der Verlegung von Auslegware zustande kommen zusammengestellt. Bitte verstehen Sie diese Hinweise als Hilfestellung, ohne Gewähr. Der Einzelfall kann immer aus der Reihe tanzen. Lassen Sie sich aber nicht verunsichern und legen Sie los!

Wie berechne ich die notwendige Materialmenge meines Bodenbelags?

Um die Materialmenge zu bestimmen, messen Sie die Länge und Breite des Raumes an den jeweils breitesten Stellen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Ecken des Raumes nicht unbedingt rechtwinkelig zu einanderstehen müssen und das die Wände demnach auch nicht parallel verlaufen. Messen Sie an mehreren Stellen.
Je kleiner und verwinkelter ein Raum ist, desto größer ist der Anteil an Verschnitt, der beim Verlegen des neuen Bodenbelages anfällt. Insbesondere wenn sie einen neuen Teppich- oder PVC-Boden verlegen, sollten Sie auf jeder Seite mindestens 15 cm Materialüberstand hinzurechnen, damit sich diese Beläge im Raum noch ausliegen können.

Welche Werkzeuge und Materialien brauche ich für die Verlegung meines Teppichbodens?

Material

Teppichboden
Kettelkanten (evtl. Sockel- und Übergangsleisten)
evtl. Spachtelmasse/Bodenausgleichsmasse

Je nach der gewählten Verlegemethode
doppelseitiges Teppichklebeband (evtl. zusätzlich einseitiges Klebeband)
Teppichfixierung (in verschiedenen Varianten erhältlich)
Teppichkleber (Dispersionskleber, Kontaktkleber)

Werkzeuge
Teppichmesser mit Hakenklinge (für den Zuschnitt)
Teppichmesser mit Trapezklinge (für den Feinschnitt)
(Verzichten Sie auf die Verwendung von Cuttermessern, die sind für die Teppichbodenverlegung nicht geeignet)
evtl. noch eine Schere
evtl. Bohrmaschine zum Bohren der Löcher für die Sockelleisten
Handschuhe als Arbeitsschutzmaßnahme
Teppichrolle

Zahnspachtel
glatte Schaumrolle
Teppichspanner (falls zwei Teppichbahnen verlegt werden)

Welche allgemeinen Arten der Fußbodenverlegung gibt es und wann werden sie verwendet?

Grundsätzlich gibt es fünf unterschiedliche Arten, Bodenbeläge zu verlegen:

die schwimmende Verlegung
die lose Verlegung
die vollflächiges Fixierung
die vollflächiges Verklebung
selbstklebende Böden

Welche Verlegeart genutzt werden sollte, ist abhängig von der Art des Bodens, von der Raumgröße und von der möglichen Verpflichtung, den Bodenbeläg am Ende der Nutzungsdauer wieder restlos entfernen zu müssen (z.B. nach dem Auszug aus einer gemieteten Wohnung).

Die schwimmende Verlegung

Bei der schwimmenden Verlegung werden die einzelnen Paneele von Laminat oder Fertigparkett durch Nut und Feder fest miteinder verbunden, d.h. in einander geklickt oder verleimt. Aufgrund des natürlichen Quell- und Schwundverhaltens des Holzes ist es unbedingt notwendig, dass ein Holzfussboden weder mit dem Untergrund noch mit den Wänden fest verbunden ist.

Die lose Verlegung

Die lose Verlegung ist eine Methode Teppichboden oder PVC-Belag zu verlegen. Sie ist nur geeignet für Räume bis zu einer Größe von etwa 20 m². Lose Verlegung bedeutet, dass Teppichböden mit Vliesrücken mit Verlegeklett fixiert werden. Bodenbeläge mit Textilrücken werden mit doppelseitigem Klebeband auf dem Untergrund befestigt. Der große Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die Böden leicht und rückstandslos wieder zu entfernen sind. Allerdings besteht die Gefahr, dass bei starker Beanspruchung Wellen oder Verschiebungen entstehen.

Die vollflächige Fixierung

Eine strapazierfähigere Verlegemethode für stärker beanspruchte Böden ist die vollflächige Fixierung. Dazu tragen Sie eine gebrauchsfertige Fixierung (z.B. Teppichboden- und PVC-Fixierung) mit einem Farbroller auf den Untergrund auf. Darauf kann dann der Teppichboden oder PVC-Beläg verlegt werden, ohne dass es zu Beschädigungen des Untergrundes kommt. Der Unterschied zur vollflächigen Verklebung besteht darin, dass fixierte Beläge leichter wieder abzulösen sind. Bitte beachten Sie die Verarbeitungshinweise der Hersteller. Dies bezieht sich nicht nur auf die Aufbringung der Fixierung sondern auch auf die Wiederablösung vor einer erneuten Renovierung oder einem Auszug aus einer gemieteten Wohnung. Die Ablöseeigenschaften hängen vom Alter der Fixierung und der chemischen Zusammensetzung des Teppichbodens/PVC-Belags.

Welche Klebstoffe brauche ich für die Teppichbodenverlegung?

Zum Verkleben von Bodenbelägen sind Dispersionsklebstoffe gut geeignet. Verwenden Sie lösungsmittelfrei Dispersionsklebstoffe, die den Vorteil haben, weder brand- noch explosionsgefährlich zu sein. Der entscheidende Vorteil von lösungsmittelfreien Klebstoffen ist aber, dass weniger gefährliche Dämpfe beim Verarbeiten entweichen können. Dennoch sollten Sie bei allen Arten von Klebearbeiten immer für eine gute Belüftung sorgen.
Das für Dispersionsklebstoffe verwendete Flußmittel ist Wasser, daher konnten ältere Klebstoffe auf Wasserbasis nicht bei Frost verarbeitet werden. Aber mittlerweise sind moderne Dispersionsklebstoffe auch in Puncto Frostsicherheit weiterentwickelt worden.
Achten Sie beim Verarbeiten von Klebstoffen auf die Herstellerangaben und wählen Sie Ihren Klebstoff nach dem exakten Verwendungszweck aus.
Feuchtigkeit oder eindringendes Wasser setzt die Klebewirkung herab und kann im Extremfall sogar die Verklebung zerstören. Daher ist es so wichtig, dass der Boden sauber und vor allem trocken ist, bevor Sie mit dem Verkleben beginnen.
Um Klebereste nach Entfernung des Teppichbodens abzulösen, müssen Sie Lösungsmittel verwenden.
Für die Verklebung von Teppichböden auf Treppen werden neben Dispersionsklebern (für die Stufenflächen auch Kontaktkleber (für die Stufenkanten) empfohlen. Kontaktkleber enthalten einen geringen Anteil an Lösungsmitteln, die beim Antrocknen gasförmig werden.
Es werden beide Klebeflächen mit Kontaktkleber eingestrichen, die dann gut ablüften müssen, bis sich der Klebefilm trocken anfühlt. Danach wird der Teppichboden mit starkem Druck in das Klebebett gedrückt. Bei Kontaktklebern ist keine Korrektur mehr möglich. Durch das starke Anpressen werden die beiden Klebstoffschichten in einander gedrückt und können so in einander verfestigt aushärten. Bei der Verarbeitung von Kontaktkleber muss aufgrund der entstehenden Emissionen unbedingt gelüftet werden.

Teppichboden auf Laminat verlegen – geht das?

Teppichboden auf Laminat zu verlegen ist möglich. Grundsätzlich ist Laminat ein guter Untergrund für Teppichboden, da dieser einen ebenen Grund schafft ohne das größere Estricharbeiten nötig sind. Einige Tipps sollte man trotz allem beachten, damit der Laminatboden keinen Schaden nimmt und alles klappt.

1| REINIGEN - Als erstes muss der Laminatboden gereinigt werden, bevor der Teppichboden ausgelegt werden kann. Absaugen und einmal feucht wischen ist absolut ausreichend um einen sauberen Untergrund zu schaffen.

2| TÜREN - Beachten Sie bitte das die "neue" Aufbauhöhe von Laminat + Teppichboden unter Umständen dazu führt das Zimmertüren Ihrer Wohnung gekürzt werden müssen. Dies sollte mit dem Vermieter abgesprochen werden!

3| FIXIEREN - Da das Laminat in den meisten Fällen auch nach dem auslegen der Auslegware erhalten bleiben soll empfehlen wir den Teppichboden nicht vollflächig mit dem Laminatboden zu verkleben. Das entfernen des Teppichbodens wird so nahezu unmöglich und der Laminatboden wird dies nicht unbeschadet überstehen und muss ebenfalls entfernt werden.

Für die Fixierung mit dem Laminat stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Verlegeband | Der Laminatuntergrund sollte dazu trocken, staub- und fettfrei sein. Die Auslegware wird grob zugeschnitten und zur Hälfte zurückgeschlagen. Das Verlegeband mit 3 cm Wandabstand in der 1. Hälfte des Raumes auf den Boden kleben und fest anreiben. Kleben Sie einen Streifen Verlegeband vor dem zurückschlagen des Teppichbodens in die Mitte des Raumes. Jetzt wird die andere Seite umgeschlagen und die vorherigen Punkte wiederholt. Zum Abschluss wird der Teppichboden exakt mit einem scharfen Teppichmesser zugeschnitten - fertig!Unbenannt

Profi Verlegeband finden Sie hier: Profi Verlegeband für Teppichböden

Haftgitter | Für die vollflächige Fixierung auf Laminatuntergründen empfehlen wir eine spezielle Haftfolie für Bodenbeläge auf Parkett, Laminat & keramischen Belägen. Diese wird wie vom Hersteller angegeben verarbeitet und bietet einige Vorteile:

- Rückstandslos entfernbar
- Verlegung der Folie ist einfach und geht schnell
- absolut geruchsfrei
- der Teppichboden ist vollflächig fixiert und beult nicht!Unbenannt
4| VERMIETER - Informieren Sie immer Ihren Vermieter von Ihrem Vorhaben. So geht man Problemen beim Auszug aus dem Weg.

Haftfolie für Bodenbeläge auf Parkett, Laminat finden Sie hier: Haftfolie

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Welcher Untergrund ist für die Verlegung von Teppichboden notwendig?

Zuerst wird der eventuell noch verlegte alte Bodenbelag entfernt. Der Untergrund für den neuen Teppichboden muß sauber, trocken und vor allem eben sein. Etwaige Klebereste des alten Bodenbelags müssen vollständig entfernt werden. Risse oder Unebenheiten im Untergrund müssen mit Spachtelmasse ausgeglichen werden, sonst können Schäden im Fußbodenbelag, v.a. in Laminat oder Parkett, entstehen, die aufwendig repariert werden müssen bzw. nur durch eine Neuverlegung zu beseitigen sind. Um zu prüfen, ob der Untergrund eben genug ist, messen Sie mit einer Wasserwaage an verschiedenen Punkten im in verschiedene Richtungen. Unebenheiten von bis zu 3 mm pro Meter sind noch tolerabel.

Wie verlege ich meinen neuen Teppichboden?

Dazu gibt es drei Möglichkeiten (wie schon im Text über die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Verlegearten angesprochen):

die lose Verlegung
die vollflächige Fixierung
die vollflächige Verklebung

Lose Verlegung

Voraussetzung: Der Raum sollte maximal 20 m² groß sein, um den Teppichboden noch lose verlegen zu können. Außerdem sollte beachtet werden, daß Teppichboden Bahnenware ist und die Bahnbreite in den meisten Fällen 4 bis 5 m beträgt. Für breitere bzw. längere Räume wird dann an irgendeiner Stelle eine Stoßkante im Teppichboden entstehen.

In 10 Schritten zu Ihrem neuen Teppichboden:

1) Suchen Sie sich in unserem Shop einen Wunschteppichboden aus, dazu bieten wir Ihnen passende Kettelleisten und das zum Verlegen nötige Klebeband (passend für Vlies-oder Textilrücken) an.

2) Bestellen Sie Ihren Teppichboden und das Zubehör, das Sie benötigen.

3) Boden vorbereiten: Entfernen Sie den alten Bodenbelag und eventuell vorhandene Klebereste. Bei einem unebenen Boden lesen Sie bitte die Antwort auf die voranstehende Frage und sehen sich die Tabelle mit möglichen Lösungsmöglichkeiten an.

4) Akklimatisieren: Rollen Sie den Teppichboden aus und lassen Sie ihn für ca. 24 Stunden im Raum akklimatisieren. Schneiden Sie aber den Teppichboden erst zu, wenn Sie ihn in seiner endgültigen Lage fixiert haben.

5) Verlegen: Nach den 24 Stunden des Ausliegens schneiden Sie die überstehenden Ränder des Teppichboden grob weg. Verwenden Sie dazu ein Messer mit Hakenklinge, um den Untergrund nicht zu beschädigen, und auf keinen Fall ein Cuttermesser. Eventuell wird es notwendig, den Teppichboden einzuschneiden, um ihn ganz in verwinkelte Ecken hineindrücken zu können.

6) Fixieren: Klappen Sie den Teppichboden auf einer Hälfte zurück und kleben Sie doppelseitiges Klebeband ca. 20 cm von der Wand entfernt umlaufend auf den Untergrund. Belassen Sie die obere Schutzfolie noch auf dem Klebeband.

7) Zuschneiden: Schlagen Sie den Teppichboden nun zurück und schneiden Sie ihn exakt zu, indem Sie die Wand als Führung benutzen. Benutzen Sie unbedingt dazu das Teppichmesser mit Hakenklinge, wie schon zuvor.

8) Festdrücken: Schlagen Sie nun den Teppichboden zurück, entfernen Sie die Schutzfolie von den Klebestreifen und drücken Sie den Belag darauf fest. Arbeiten Sie von innen nach außen und drücken Sie den Teppichboden wiederholt auf dem Klebeband fest. Sie können den Boden auch noch mit einer Teppichrolle nachrollen, indem Sie von der Raummitte ausgehen und sich zu den Wänden vorarbeiten.

9) Wiederholen Sie dieses Vorgehen nun für die zweite Hälfte des Raumes.

10) Kettelleisten: Zuletzt bringen Sie die Kettelkanten an. Wie werden die an die Wand geklebt oder in einer Plastikschiene, die an die Wand genagelt wird?

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