PVC

Welche Arten von PVC gibt es?

PVC steht für Polyvinylchlorid. PVC ist ein thermoplastischer Kunststoff, der sowohl für Bodenbeläge als auch für Fensterrahmen, Rohre und Kabelisolierungen verwendet wird.
PVC-Böden sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Ein anderer Begriff für PVC-Belag ist Vinyl-Bodenbelag.

PVC-Belag ohne Trägerschicht besteht entweder nur aus einer PVC-Schicht oder aus mehreren Schichten, die gewalzt und unter Druck und Hitze vollflächig verschweißt werden. Beide Varianten sind extrem strapazierfähig, v.a. die mehrschichtige Variante ist abriebfest, d.h. die Oberfläche hält mechanischer Beanspruchung wie Reibung stand.
Bei PVC-Belägen mit Trägerschicht liegt die Oberschicht aus PVC auf einem Trägermaterial aus Jute, Polyestervlies, Kork oder Polyurethan-Schaum. Diese Art von PVC wird vorwiegend in Wohnbereichen verwendet. Das Trägermaterial bietet außerdem den Vorteil den Trittschall besser zu dämmen. Jute als Trägermaterial kann nicht in Feuchträumen verwendet werden. In Nassbereichen können PVC-Beläge mit synthetischen Polyestervlies oder einer Schaumstoffschicht als Träger verlegt werden. Für den Einsatz im gewerblichen Bereich wird empfohlen, die Nahtstellen der Beläge thermisch zu verschweißen, um den Boden gegen eindringende Feuchtigkeit und Schmutz zu schützen.

PVC-Belag wird sowohl in ganzen Bahnen, als auch als PVC-Fliesen und als PVC-Planken verkauft. In unserem Shop finden Sie neben der Bahnenware, auch PVC-Planken in drei verschiedenen Verlegeformen: selbstklebende PVC-Planken, Planken zum Verklicken und Planken zum Verkleben.

Welche prinzipiellen Vor- und Nachteile haben PVC-Beläge?

Was sind Vor- und Nachteile von PVC-Belag?

Vorteile:

– PVC ist in vielen Farben und Designs erhältlich
– Erhältlich als Bahnenware oder PVC-Planke
– PVC ist sehr strapazierfähig
– Wasserdicht
– Unempfindlich gegen Flecken
– PVC ist einfach zu reinigen
– PVC ist fußwarm und erzeugt ein angenehmes Gehgefühl
– PVC ist ein kostengünstiger Bodenbelag

Nachteile:

– Schrammen und Kratzer sind nicht wieder von der Oberfläche zu entfernen
– Zur Verlegung muss der Untergrund trocken, sauber und eben sein
– kein Natur Produkt

Sind PVC-Böden gesundheitlich oder ökologisch bedenklich?

Warum ist PVC als gefährlich verschrien?

Es gibt immer wieder Kritiker die PVC Bodenbeläge als gesundheitlich bedenklich einstufen. Zusätzlich werden diese Beläge als nicht ökologisch beschrieben. Stimmt das wirklich?

PVC/Vinyl-Böden enthalten:
– keine Schwermetalle
– keine Lösungsmittel (bzw. keine lösungsmittelhaltigen Druckfarben)????
– keine krebserregenden Stoffe
– kein Formaldehyd
– kein PCP (Pentachlorphenol)
Sind diese Angaben verlässlich? Nur auf Hersteller-Infos? Wer testet?

PVC ist zu 100% recyclebar. Aus dem alten Bodenbelag werden andere Produkte wie Blumentöpfe und Taschen hergestellt. PVC-Bodenbeläge sind hygienisch, sie haben eine lange Lebensdauer und überstehen auch massive Reinigungsmaßnahmen. Durch die lange Gebrauchsdauer wird der Ressourcenverbrauch abermals reduziert.

Sind PVC-Böden für eine Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet?

Ja, alle PVC-Beläge sind für eine Verlegung auf einer Fußbodenheizung geeignet.
Stimmt das überhaupt? Ist das abhängig von der Art der Fußbodenheizung – Warmwasser oder Elektro?

Bitte achten Sie dafür auf diese Symbol.

Geeignet für Fußbodenheizung
Die Heizungswärme kann problemlos den Bodenbelag passieren. Es kommt nicht zu einem Wärmestau, da der Bodenbelag kaum als Isolator wirkt.

Welche Verlegearten gibt es für PVC?

Es gibt fünf Möglichkeiten, PVC zu verlegen:
– die lose Verlegung
– die vollflächige Verklebung
– die vollflächige Fixierung
– die Verlegung mit Klettband
– selbstklebende Böden (z.B. PVC-Planken)

Allen Verlegearten gemeinsam ist, dass die PVC-Böden (egal ob als Bahnenware oder selbstklebende PVC-Planke geliefert) mindestens 24 Stunden vor der Verlegung in den Raum gelegt werden, um sich akklimatisieren zu können. Weder Raumtemperatur (mind. 18°C) noch Bodentemperatur (mind. 15°C) sollten zu niedrig sein. Die Fußbodenheizung sollten Sie am Tag vor der Verlegung ausschalten.

Einige Details zu den einzelnen Verlegearten:

Die lose Verlegung ist nur für Räume bis 20 m² geeignet. Die Verlegung erfolgt mit doppelseitigem Klebband, das beständig gegenüber Weichmachern sein sollte.

Die vollflächige Verklebung wird in großen Räumen angewandt. Die Verklebung erfolgt mit Dispersionsklebstoffen. Bitte beachten Sie immer die Verarbeitungshinweise des Klebstoff-Herstellers. Der große Nachteil bei der vollflächigen Verklebung ist, dass es sehr schwierig ist die Böden wieder zu entfernen. Weiterhin können die Verklebung und das Entfernen des PVC-Belags Schäden auf dem Untergrund verursachen.

Die vollflächige Fixierung bietet eine Zwischenlösung zwischen loser Verlegung und vollflächiger Verklebung. Dabei wird eine Fixierungsmasse auf den Untergrund aufgetragen. Der Boden ist danach viel leichter zu entfernen, als nach einer Verklebung.

Da die meisten PVC-Beläge textile Rücken aufweisen können sie auch ganz leicht mit Klettband verlegt werden. (Gilt das auch für unsere PVC-Böden? Ich habe keine Angaben über die Rücken gefunden.)

In unserem Shop finden Sie selbstverständlich auch selbstklebende PVC-Planken zum leicht und sehr schnell Verlegen. Nach dem Abziehen des Schutzstreifens auf der Rückseite der Planken können diese sofort verlegt werden und darüber hinaus sind sie leicht mit einem Teppichmesser zu zuschneiden.

Wie pflege und reinige ich meinen PVC-Boden, so dass er lange schön bleibt?

PVC ist ein sehr robuster und pflegeleichter Bodenbelag, der auch aggressivere Reiniger und feuchtes Durchwischen gut verträgt. Durch diese hervorragenden Reinigungseigenschaften ist PVC sehr hygienisch.

Bauschlussreinigung:
Um nach Abschluss der Verlegearbeiten die letzten Bauverschmutzungen zu beseitigen, steht eine Bauschlussreinigung an . Was steht da in der Gebrauchsanleitung? Gegen Sie den Reiniger einfach dem Wischwasser zu und wischen Sie mit einem Wischmopp oder Putzlappen feucht über den PVC. Diese Erstpflege hat zwei Ziele. Zum einen die feuchtigkeitsabweisende Versiegelung von Fugen, z.B. bei PVC-Planken oder wenn mehr als eine PVC-Bahn verlegt wurde. Zum zweiten bildet sich durch das Putzmittel ein Film auf dem PVC, der eine schmutzabweisende Wirkung hat und dem PVC-Belag seinen Glanz verleiht. Daher ist es nicht sinnvoll, trocken oder mit klarem Wasser nachzuwischen.

regelmäßige Reinigung:
Je nach Grad der Verschmutzung sollten Sie wöchentlich oder vielleicht sogar täglich, Ihren Boden reinigen. Staub und trockner Schmutz können einfach abgefegt oder mit einem Staubsauger abgesaugt werden. Stärkere Verschmutzungen sollten feucht gewischt werden. Dazu geben Sie ein handelsübliches Pflegemittel ins Wischwasser. Lassen Sie die gewischte Fläche trocknen, so dass sich eine schmutzabweisende Schutzschicht auf der Oberfläche bilden kann.

Grundreinigung:
Mit einem speziellen Putzmittel wird der Film auf der PVC-Oberfläche entfernt . Danach geben Sie einen Grundreiniger ins Wischwasser und können mit einem Schrubber den hartnäckigen Schmutz entfernen. Den angelösten Schmutz können Sie mit einem Wischmopp oder Putzlappen aufnehmen und schließlich mit klarem Wasser durchwischen. Als letzten Arbeitsgang wird wieder durch ein gewöhnliches Putzmittel eine Versiegelung auf den Boden aufgetragen.

Intensivreinigung:
Sollten weder regelmäßige Reinigung noch Grundreinigung genügen, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen, bietet sich eine Intensivreinigung an. Dazu wird allerdings eine Reinigungsmaschine benötigt.
Mit der rotierenden Scheibe einer Ein-/Mehrscheibenreinigungsmaschine wird ein spezieller Reiniger auf den Boden aufgetragen, danach kann der Schmutz mit einem Wischmopp oder Putzlappen aufgewischt werden. Abschließend verwenden Sie wieder einen normalen Bodenreiniger, um die schützenden Film auf den Boden aufzubringen.
Die Intensivreinigung ist eher das Mittel der letzten Wahl bei starken und dauerhaften Verschmutzungen und nicht für die regelmäßige Pflege geeignet. Wir empfehlen auch diese Reinigung von erfahrenem Reinigungspersonal durchführen zu lassen, damit es nicht zu dauerhaften Beschädigungen des PVCs kommt.

Was muss ich hinsichtlich des Untergrundes beachten?

Der Untergrund muss für die Verlegung von PVC einige Bedingungen erfüllen. Er muss eben, trocken und sauber sein. Dies gilt ebenso für alle anderen Bodenbeläge. Dazu darf der Untergrund für die Verlegung von PVC nicht rau sein, sondern er muss glatt sein. Das heißt, es kann notwendig werden, Ausgleichmassen aufzutragen. Wollen Sie Ihren neuen PVC auf einem alten Bodenbelag verlegen, sollten Sie darauf achten, dass der alte Boden fest mit dem Untergrund verbunden. Sie sollten allerdings von einer Verlegung auf Teppichboden, Linoleum und Laminat absehen, auf diesen Belägen kann kein PVC verlegt werden. Bei einer Verlegung auf Keramikfliesen müssen Sie den Fliesenboden mit einer 2 mm dicken Ausgleichmasse insbesondere die Fugen zwischen den Fliesen verfüllen. Erst dann ist eine Verlegung möglich. Das Gleiche gilt für die Verlegung auf alten Holzfußböden. Der Holzfußboden muss fest mit dem Untergrund verbunden sein, die Fugen, insofern vorhanden, müssen mit Fugenmasse ausgefüllt werden und es kann auch noch nötig werden, den alten Holzfußboden mit einem Spezialreiniger zu entfetten.
Für alle Untergründe gilt (wirklich für alle Verlegearten???), dass auf den Untergrund unbedingt ein Haftgrund oder Primer aufgetragen werden sollte, bevor der PVC-Belag darauf verlegt wird.

PVC verlegen. Wie geht das?

Die grundlegenden Schritte, die für alle Verlegearten gleich sind:
– Die lose Verlegung
– Die vollflächige Fixierung
– Die vollflächige Verklebung
– Selbstklebende PVC-Planken (siehe dazu die Antwort auf die nächste Frage)

Die grundlegenden Schritte, die für alle Verlegearten gleich sind

Schritt 1) Die Vorbereitung: Nach dem Entfernen des alten Bodenbelags, müssen Sie noch prüfen, ob der Boden eben, trocken und sauber ist. Dazu messen Sie an mehreren Stellen des Raumes mit einer Wasserwaage nach. Akzeptabel sind Höhendifferenzen bis zu 3 mm pro Meter, gemessen zwischen der Wasserwaage und dem Boden. Was die Höhenunterschiede größer als diese 3 mm sind, müssen Sie mit Spachtelmasse oder selbstverlaufenden Ausgleichsmassen diese Unebenheiten ausgleichen. Bitte beachten Sie bei der Verarbeitung dieser Produkte immer die Angaben der Hersteller. Wichtig ist auch, dass der Boden danach oder besonders nach einer kompletten Sanierung gut durchtrocknet. Direkt vor der Verarbeitung sollten Sie den PVC-Belag bzw. die selbstklebenden PVC-Planken für etwa 24 Stunden in dem Raum akklimatisieren lassen. Der PVC-Belag sollte dabei möglichst ausgerollt und faltenfrei im Raum liegen. Die Mindesttemperatur sollte dabei bei 18°C liegen.

Schritt 2) Das Zuschneiden: Nach dem ersten groben Zuschneiden, in dem Sie die PVC-Bahn bis auf etwa 10 cm Überstand zuschneiden, müssen Sie evtl. den PVC-Belag im Raum ausrichten. Bei PVC mit Uni-Dekor ist dies nicht notwendig, aber sollte Ihr Dekor aus Motiven, wie Steinplatten oder Holzelementen bestehen, müssen Sie dies parallel zu den Wänden ausrichten. Nachdem Sie den PVC-Belag, insofern erforderlich, ausgerichtet haben, können Sie ihn nun passgenau zuschneiden. Verwenden Sie zum Zuschneiden eine Hakenklinge. Dabei ist es sehr schwer ganz gerade zu schneiden. Aber unter Verwendung eines Teppichlineals können Sie einen geraden und exakten Schnitt durchführen. Lassen Sie auch eine sehr kleine Dehnungsfuge zur Wand von etwa 1 mm, auch der PVC dehnt sich aus oder schrumpft bei Temperaturveränderungen.

Schritt 3) Die Zimmerecken: Um die Ecken exakt zu zuschneiden, können Sie diagonal einen ersten Schnitt vom Rand bis in die Ecke führen und anschließend die Überstände an der Ecken wegschneiden

Die lose Verlegung

Schritt 4) Die lose Verlegung: Schlagen Sie den PVC-Belag teilweise zurück und kleben Sie doppelseitiges Klebeband auf den Untergrund, vor allem entlang der Wände, in verwinkelten Nischen und vor Türen. Danach schlagen Sie den Belag wieder zurück und wiederholen diesen Arbeitsschritt für andere Teile des PVC-Belags. Achten Sie darauf, dass dabei der Bodenbelag nicht verrutscht.

Schritt 5) Die Sockelleisten: Sockelleisten, die den Übergang zwischen PVC und Wand kaschieren, gibt es in den verschiedensten Varianten. Es gibt Varianten, die an die Wand geschraubt oder genagelt werden, andere werden auf Halterungen aufgesteckt. Einige Varianten werden noch mit einem Streifen PVC versehen. Es gibt auch spezielle Sockelleisten, die Sie vor bereits vorhandene ältere Leisten montieren können. Welche hat die Teppichscheune und wie werden die konkret befestigt? Ist da immer noch ein PVC-Streifen enthalten oder gibt es auch welche nur aus Kunststoff?

Schritt 6) Stöße: Wird es notwendig zwei Bahnen PVC zu verlegen, werden die beiden Bahnen so gelegt, dass sie sich an der Nahtstelle überlappen. Macht es das Dekor erforderlich, müssen beide Bahnen so ausgerichtet werden, dass ihre Dekors aneinander passen. Beide Bahnen werden jetzt mit dem sogenannten Nahtschnitt durchtrennt. Verwenden Sie dazu eine gerade Klinge wie ein Trapez- oder Cuttermesser. Um einen geraden Schnitt zu erhalten, sollten Sie unbedingt noch ein Teppichlineal oder eine Stahlschiene anlegen. Mit dem Messer entlang der angelegten Stahlschiene durchtrennen Sie nun beide Bahnen, ohne dass diese dabei verrutschen sollten. Unter diese Nahtstelle kleben Sie nun doppelseitiges Klebeband und fixieren darauf die beiden Stöße. Kleben Sie das Klebeband so unter die Nahtstelle, dass die eine Bahn genau bis zur Hälfte reicht und sich daran, ohne eine Fuge zu hinterlassen, die zweite Bahn anschließen kann. In feuchten Räumen kann es auch erforderlich werden, diese Nahtstelle mit einem Kaltschweißmittel zu versiegeln, so dass kein Wasser eindringen kann. Bitte beachten Sie bei der Verarbeitung immer die Anleitung des Kaltschweißmittels.

Die vollflächige Fixierung
Nach den ersten drei bereits besprochenen Schritten:

Schritt 4) Die vollflächige Fixierung: Schlagen Sie dazu den PVC-Belag bis zur Hälfte zurück. Tragen Sie auf dieser Seite dann Ihre spezielle PVC-Fixierung auf den Boden auf. Es gibt zwei Arten der vollflächigen Fixierung. Die Nassfixierung wird bei saugfähigen Untergründen angewendet. Der Belag lüftet etwa 10-60 min ab, bevor der PVC-Belag ins Klebebett eingelegt wird. Bitte beachten Sie die Verarbeitungshinweise des Herstellers. Die Haftfixierung wird auf nicht-saugenden Untergründen angewendet. Die Fixierung muss komplett ablüften, ehe der PVC-Belag ins Klebebett eingelegt wird. Berühren Sie die Fixierung mit dem Finger, sobald nichts mehr am Finger haften, ist die Fixierung vollständig abgelüftet. Der PVC wird wieder zurückgeklappt und angerieben, es dürfen sich keine Lüfteinschlüsse bilden. Dann verfahren Sie ebenso mit der zweiten Hälfte des Bodens.

Die vollflächige Verklebung

Nach den ersten drei bereits besprochenen Schritten:

Schritt 4) Die vollflächige Verklebung wird in Räumen über 20 m² angewendet. Zur Verklebung sollten Sie Dispersionsklebstoffe verwenden, die frei von Lösungsmitteln sind. Bitte beachten Sie bei der Verlegung die Verarbeitungshinweise des Klebstoffherstellers. Rollen Sie den PVC-Belag an einer Seite zusammen bis zur Mitte und verstreichen Sie den Klebstoff mit einem Zahnspachtel auf der freigelegten Fläche. Halten Sie die Ablüftzeit, Ihres speziellen Klebstoffs ein und dann rollen Sie den PVC zurück und drücken ihn fest.

Schritt 5) Stöße: Wenn eine weitere Bahn verlegt werden soll, dann wird es wieder notwendig den Nahtschnitt anzuwenden. Lesen Sie dazu unter Schritt 6 der losen Verlegung nach. Auch jetzt wird die Bahn bis zur Mitte zurückgeschlagen und der Klebstoff wird mit dem Zahnspachtel lückenlos auf den Boden aufgetragen. Besonders wichtig ist, dass Sie den Auftrag des Klebstoffes auf den Boden lückenlos an der ersten Bahn fortsetzen, denn nur so, kann eine dicht verschlossene und möglichst schmale Klebstofffuge entstehen.
sollte der PVC angedrückt oder mit einer Bodenrolle festgerollt werden. Der PVC-Boden ist nach der vollflächigen Verklebung nicht sofort begehbar, da der Klebstoff erst hinreichend trocken sein muss.

Teppichboden verlegen

Teppichboden verlegen will gelernt sein. Allerdings bekommt auch der Laie, sofern er ein paar Dinge beachtet ein gutes Ergebnis ohne großen Aufwand hin. Hier haben wir Ihnen mal die größten Fragen, die vor der Verlegung von Auslegware zustande kommen zusammengestellt. Bitte verstehen Sie diese Hinweise als Hilfestellung, ohne Gewähr. Der Einzelfall kann immer aus der Reihe tanzen. Lassen Sie sich aber nicht verunsichern und legen Sie los!

Wie berechne ich die notwendige Materialmenge meines Bodenbelags?

Um die Materialmenge zu bestimmen, messen Sie die Länge und Breite des Raumes an den jeweils breitesten Stellen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Ecken des Raumes nicht unbedingt rechtwinkelig zu einanderstehen müssen und das die Wände demnach auch nicht parallel verlaufen. Messen Sie an mehreren Stellen.
Je kleiner und verwinkelter ein Raum ist, desto größer ist der Anteil an Verschnitt, der beim Verlegen des neuen Bodenbelages anfällt. Insbesondere wenn sie einen neuen Teppich- oder PVC-Boden verlegen, sollten Sie auf jeder Seite mindestens 15 cm Materialüberstand hinzurechnen, damit sich diese Beläge im Raum noch ausliegen können.

Welche Werkzeuge und Materialien brauche ich für die Verlegung meines Teppichbodens?

Material

Teppichboden
Kettelkanten (evtl. Sockel- und Übergangsleisten)
evtl. Spachtelmasse/Bodenausgleichsmasse

Je nach der gewählten Verlegemethode
doppelseitiges Teppichklebeband (evtl. zusätzlich einseitiges Klebeband)
Teppichfixierung (in verschiedenen Varianten erhältlich)
Teppichkleber (Dispersionskleber, Kontaktkleber)

Werkzeuge
Teppichmesser mit Hakenklinge (für den Zuschnitt)
Teppichmesser mit Trapezklinge (für den Feinschnitt)
(Verzichten Sie auf die Verwendung von Cuttermessern, die sind für die Teppichbodenverlegung nicht geeignet)
evtl. noch eine Schere
evtl. Bohrmaschine zum Bohren der Löcher für die Sockelleisten
Handschuhe als Arbeitsschutzmaßnahme
Teppichrolle

Zahnspachtel
glatte Schaumrolle
Teppichspanner (falls zwei Teppichbahnen verlegt werden)

Welche allgemeinen Arten der Fußbodenverlegung gibt es und wann werden sie verwendet?

Grundsätzlich gibt es fünf unterschiedliche Arten, Bodenbeläge zu verlegen:

die schwimmende Verlegung
die lose Verlegung
die vollflächiges Fixierung
die vollflächiges Verklebung
selbstklebende Böden

Welche Verlegeart genutzt werden sollte, ist abhängig von der Art des Bodens, von der Raumgröße und von der möglichen Verpflichtung, den Bodenbeläg am Ende der Nutzungsdauer wieder restlos entfernen zu müssen (z.B. nach dem Auszug aus einer gemieteten Wohnung).

Die schwimmende Verlegung

Bei der schwimmenden Verlegung werden die einzelnen Paneele von Laminat oder Fertigparkett durch Nut und Feder fest miteinder verbunden, d.h. in einander geklickt oder verleimt. Aufgrund des natürlichen Quell- und Schwundverhaltens des Holzes ist es unbedingt notwendig, dass ein Holzfussboden weder mit dem Untergrund noch mit den Wänden fest verbunden ist.

Die lose Verlegung

Die lose Verlegung ist eine Methode Teppichboden oder PVC-Belag zu verlegen. Sie ist nur geeignet für Räume bis zu einer Größe von etwa 20 m². Lose Verlegung bedeutet, dass Teppichböden mit Vliesrücken mit Verlegeklett fixiert werden. Bodenbeläge mit Textilrücken werden mit doppelseitigem Klebeband auf dem Untergrund befestigt. Der große Vorteil dieser Methode liegt darin, dass die Böden leicht und rückstandslos wieder zu entfernen sind. Allerdings besteht die Gefahr, dass bei starker Beanspruchung Wellen oder Verschiebungen entstehen.

Die vollflächige Fixierung

Eine strapazierfähigere Verlegemethode für stärker beanspruchte Böden ist die vollflächige Fixierung. Dazu tragen Sie eine gebrauchsfertige Fixierung (z.B. Teppichboden- und PVC-Fixierung) mit einem Farbroller auf den Untergrund auf. Darauf kann dann der Teppichboden oder PVC-Beläg verlegt werden, ohne dass es zu Beschädigungen des Untergrundes kommt. Der Unterschied zur vollflächigen Verklebung besteht darin, dass fixierte Beläge leichter wieder abzulösen sind. Bitte beachten Sie die Verarbeitungshinweise der Hersteller. Dies bezieht sich nicht nur auf die Aufbringung der Fixierung sondern auch auf die Wiederablösung vor einer erneuten Renovierung oder einem Auszug aus einer gemieteten Wohnung. Die Ablöseeigenschaften hängen vom Alter der Fixierung und der chemischen Zusammensetzung des Teppichbodens/PVC-Belags.

Welche Klebstoffe brauche ich für die Teppichbodenverlegung?

Zum Verkleben von Bodenbelägen sind Dispersionsklebstoffe gut geeignet. Verwenden Sie lösungsmittelfrei Dispersionsklebstoffe, die den Vorteil haben, weder brand- noch explosionsgefährlich zu sein. Der entscheidende Vorteil von lösungsmittelfreien Klebstoffen ist aber, dass weniger gefährliche Dämpfe beim Verarbeiten entweichen können. Dennoch sollten Sie bei allen Arten von Klebearbeiten immer für eine gute Belüftung sorgen.
Das für Dispersionsklebstoffe verwendete Flußmittel ist Wasser, daher konnten ältere Klebstoffe auf Wasserbasis nicht bei Frost verarbeitet werden. Aber mittlerweise sind moderne Dispersionsklebstoffe auch in Puncto Frostsicherheit weiterentwickelt worden.
Achten Sie beim Verarbeiten von Klebstoffen auf die Herstellerangaben und wählen Sie Ihren Klebstoff nach dem exakten Verwendungszweck aus.
Feuchtigkeit oder eindringendes Wasser setzt die Klebewirkung herab und kann im Extremfall sogar die Verklebung zerstören. Daher ist es so wichtig, dass der Boden sauber und vor allem trocken ist, bevor Sie mit dem Verkleben beginnen.
Um Klebereste nach Entfernung des Teppichbodens abzulösen, müssen Sie Lösungsmittel verwenden.
Für die Verklebung von Teppichböden auf Treppen werden neben Dispersionsklebern (für die Stufenflächen auch Kontaktkleber (für die Stufenkanten) empfohlen. Kontaktkleber enthalten einen geringen Anteil an Lösungsmitteln, die beim Antrocknen gasförmig werden.
Es werden beide Klebeflächen mit Kontaktkleber eingestrichen, die dann gut ablüften müssen, bis sich der Klebefilm trocken anfühlt. Danach wird der Teppichboden mit starkem Druck in das Klebebett gedrückt. Bei Kontaktklebern ist keine Korrektur mehr möglich. Durch das starke Anpressen werden die beiden Klebstoffschichten in einander gedrückt und können so in einander verfestigt aushärten. Bei der Verarbeitung von Kontaktkleber muss aufgrund der entstehenden Emissionen unbedingt gelüftet werden.

Teppichboden auf Laminat verlegen – geht das?

Teppichboden auf Laminat zu verlegen ist möglich. Grundsätzlich ist Laminat ein guter Untergrund für Teppichboden, da dieser einen ebenen Grund schafft ohne das größere Estricharbeiten nötig sind. Einige Tipps sollte man trotz allem beachten, damit der Laminatboden keinen Schaden nimmt und alles klappt.

1| REINIGEN - Als erstes muss der Laminatboden gereinigt werden, bevor der Teppichboden ausgelegt werden kann. Absaugen und einmal feucht wischen ist absolut ausreichend um einen sauberen Untergrund zu schaffen.

2| TÜREN - Beachten Sie bitte das die "neue" Aufbauhöhe von Laminat + Teppichboden unter Umständen dazu führt das Zimmertüren Ihrer Wohnung gekürzt werden müssen. Dies sollte mit dem Vermieter abgesprochen werden!

3| FIXIEREN - Da das Laminat in den meisten Fällen auch nach dem auslegen der Auslegware erhalten bleiben soll empfehlen wir den Teppichboden nicht vollflächig mit dem Laminatboden zu verkleben. Das entfernen des Teppichbodens wird so nahezu unmöglich und der Laminatboden wird dies nicht unbeschadet überstehen und muss ebenfalls entfernt werden.

Für die Fixierung mit dem Laminat stehen mehrere Möglichkeiten zur Verfügung:

Verlegeband | Der Laminatuntergrund sollte dazu trocken, staub- und fettfrei sein. Die Auslegware wird grob zugeschnitten und zur Hälfte zurückgeschlagen. Das Verlegeband mit 3 cm Wandabstand in der 1. Hälfte des Raumes auf den Boden kleben und fest anreiben. Kleben Sie einen Streifen Verlegeband vor dem zurückschlagen des Teppichbodens in die Mitte des Raumes. Jetzt wird die andere Seite umgeschlagen und die vorherigen Punkte wiederholt. Zum Abschluss wird der Teppichboden exakt mit einem scharfen Teppichmesser zugeschnitten - fertig!Unbenannt

Profi Verlegeband finden Sie hier: Profi Verlegeband für Teppichböden

Haftgitter | Für die vollflächige Fixierung auf Laminatuntergründen empfehlen wir eine spezielle Haftfolie für Bodenbeläge auf Parkett, Laminat & keramischen Belägen. Diese wird wie vom Hersteller angegeben verarbeitet und bietet einige Vorteile:

- Rückstandslos entfernbar
- Verlegung der Folie ist einfach und geht schnell
- absolut geruchsfrei
- der Teppichboden ist vollflächig fixiert und beult nicht!Unbenannt
4| VERMIETER - Informieren Sie immer Ihren Vermieter von Ihrem Vorhaben. So geht man Problemen beim Auszug aus dem Weg.

Haftfolie für Bodenbeläge auf Parkett, Laminat finden Sie hier: Haftfolie

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Welcher Untergrund ist für die Verlegung von Teppichboden notwendig?

Zuerst wird der eventuell noch verlegte alte Bodenbelag entfernt. Der Untergrund für den neuen Teppichboden muß sauber, trocken und vor allem eben sein. Etwaige Klebereste des alten Bodenbelags müssen vollständig entfernt werden. Risse oder Unebenheiten im Untergrund müssen mit Spachtelmasse ausgeglichen werden, sonst können Schäden im Fußbodenbelag, v.a. in Laminat oder Parkett, entstehen, die aufwendig repariert werden müssen bzw. nur durch eine Neuverlegung zu beseitigen sind. Um zu prüfen, ob der Untergrund eben genug ist, messen Sie mit einer Wasserwaage an verschiedenen Punkten im in verschiedene Richtungen. Unebenheiten von bis zu 3 mm pro Meter sind noch tolerabel.

Wie verlege ich meinen neuen Teppichboden?

Dazu gibt es drei Möglichkeiten (wie schon im Text über die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den Verlegearten angesprochen):

die lose Verlegung
die vollflächige Fixierung
die vollflächige Verklebung

Lose Verlegung

Voraussetzung: Der Raum sollte maximal 20 m² groß sein, um den Teppichboden noch lose verlegen zu können. Außerdem sollte beachtet werden, daß Teppichboden Bahnenware ist und die Bahnbreite in den meisten Fällen 4 bis 5 m beträgt. Für breitere bzw. längere Räume wird dann an irgendeiner Stelle eine Stoßkante im Teppichboden entstehen.

In 10 Schritten zu Ihrem neuen Teppichboden:

1) Suchen Sie sich in unserem Shop einen Wunschteppichboden aus, dazu bieten wir Ihnen passende Kettelleisten und das zum Verlegen nötige Klebeband (passend für Vlies-oder Textilrücken) an.

2) Bestellen Sie Ihren Teppichboden und das Zubehör, das Sie benötigen.

3) Boden vorbereiten: Entfernen Sie den alten Bodenbelag und eventuell vorhandene Klebereste. Bei einem unebenen Boden lesen Sie bitte die Antwort auf die voranstehende Frage und sehen sich die Tabelle mit möglichen Lösungsmöglichkeiten an.

4) Akklimatisieren: Rollen Sie den Teppichboden aus und lassen Sie ihn für ca. 24 Stunden im Raum akklimatisieren. Schneiden Sie aber den Teppichboden erst zu, wenn Sie ihn in seiner endgültigen Lage fixiert haben.

5) Verlegen: Nach den 24 Stunden des Ausliegens schneiden Sie die überstehenden Ränder des Teppichboden grob weg. Verwenden Sie dazu ein Messer mit Hakenklinge, um den Untergrund nicht zu beschädigen, und auf keinen Fall ein Cuttermesser. Eventuell wird es notwendig, den Teppichboden einzuschneiden, um ihn ganz in verwinkelte Ecken hineindrücken zu können.

6) Fixieren: Klappen Sie den Teppichboden auf einer Hälfte zurück und kleben Sie doppelseitiges Klebeband ca. 20 cm von der Wand entfernt umlaufend auf den Untergrund. Belassen Sie die obere Schutzfolie noch auf dem Klebeband.

7) Zuschneiden: Schlagen Sie den Teppichboden nun zurück und schneiden Sie ihn exakt zu, indem Sie die Wand als Führung benutzen. Benutzen Sie unbedingt dazu das Teppichmesser mit Hakenklinge, wie schon zuvor.

8) Festdrücken: Schlagen Sie nun den Teppichboden zurück, entfernen Sie die Schutzfolie von den Klebestreifen und drücken Sie den Belag darauf fest. Arbeiten Sie von innen nach außen und drücken Sie den Teppichboden wiederholt auf dem Klebeband fest. Sie können den Boden auch noch mit einer Teppichrolle nachrollen, indem Sie von der Raummitte ausgehen und sich zu den Wänden vorarbeiten.

9) Wiederholen Sie dieses Vorgehen nun für die zweite Hälfte des Raumes.

10) Kettelleisten: Zuletzt bringen Sie die Kettelkanten an. Wie werden die an die Wand geklebt oder in einer Plastikschiene, die an die Wand genagelt wird?