Kinderteppiche für Allergiker geeignet

Allergie

In Deutschland haben ca. 22 % Einwohner eine Allergie. Allergien lassen sich auf erbliche Veranlagungen und auf Umwelteinflüsse zurückführen. Bis heute sind schon mehr als 20.000 Stoffe als Allergene bekannt. Eine Allergie ist am Blut zu erkennen. Wenn im Blut, nach der Berührung eines vermutlichen Allergens, viele Antikörper zu finden sind, kann man mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer Allergie ausgehen. Oft werden Überreaktionen des Körpers, wie zum Beispiel eine Erkältung oder ein Schnupfen, als allergische Reaktion auf die sog. Hausstaubmilbe verdächtigt, wobei es sich tatsächlich nur um eine gewöhnliche Erkränkung handelt. Trotz der geringen Verbreitung der Hausstaubmilben-Allergie, hört man von dieser sehr häufig in Diskussionen über dieverse Allergien.

Teppich ist besser als sein Ruf

Früher wurde dem geraten, der eine Haustaubmilben-Allergie hat, möglichst alle Teppiche aus der Wohnung zuentfernen und auf Glattfußboden umzusteigen. Heute ist bewiesen, dass dieser Rat nicht als sinnvoll gilt und geradezu unverantwortlich von Beratern ist diesen auszusprechen. Die Gründe dafür liegen in den Eigenschaften eines Teppichbodens, sowie in den von der Haustaubmilbe. Eine Milbe ernährt sich von den Hautschuppen des Menschens und benötigt eine feuchtwarmes Klima von mindestens 15°C und zu dem eine Luftfeuchtigkeit von nicht weniger als 55 %. Aufgrund dieser Feststellung ist ein Teppich kein geeigneter Nistplatz für eine Haustaubmilbe, da ein Teppich entweder trocken und warm oder feucht und kühl sind. Allergiker reagieren nicht auf die Haustaubmilbe direkt sonder auf das, in deren Kot entaltene, Allergikum Guanin. Der Milbekot zerfällt nach einger Zeit zu Feinstteilchen und verbindet sich mit dem üblichen Haustaub, welcher sich in dem ganzen Raum verteilt. Ein Teppich bindet den Staub fester als ein herkömmlicher Glattfußboden, was bedeutet, dass der Staub beim Laufen über den Teppich nicht so viel aufgewirbelt wird als liefe man über einen, von Staub bedeckten, Glattfußboden. Somit ist die Wahrscheinlichkeit mit dem Staub in einem Teppich in Kontakt zu kommen 50 % geringer als in Kontakt mit dem Staub von einem Glattfußboden zu kommen. Wer gar nicht erst mit den Haustaubmilben in Kontakt kommen möchte, sollte seinen Teppichzum Beispiel mit dem Mittel "Acarosan" behandeln. Das Mittel bewirkt, dass die Milben und deren Nachkommen absterben und zudem werden die Exkremente der Milben stark vergrößert, sodass diese abgesaugt werden können.

Mehr Infos zum Thema Allergie

Wenn Sie an mehr Informationen zum Thema interessiert sind finden Sie hier weitere Infos über textile Bodenbeläge und deren Eignung für Allergiker.

Was beudeutet das „Textiles Vertrauen Siegel“ bei Kinderteppichen?

Auf vielen Spielteppichen und Kinderteppichen, aber auch normalen Textilien findet man das Siegel "Textiles Vertrauen - Öko-Tex Standard 100" doch was hat es damit auf sich? Der Öko-Tex Standars 1000 zertifiziert Produktionsstätten durch die gesamten Lieferkette bezüglich der ökologischen und der sozialverträglichen Produktionsbedingungen. Der Öko-Tex Standard 100plus vereint den Öko-Tex Standard 100 - Es handelt sich also um eine Kennzeichnung des Produkts und bedeutet, dass dieses Produkt auf Schadstoffe geprüft wurde und es sich um ein humanökologisch unbedenkliche Textilprodukte handelt. Der OEKO-TEX® Standard 100 ist ein unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für textile Roh-, Zwischen- und Endprodukte aller Verarbeitungsstufen. Beispiele für zertifizierbare Artikel: rohe und gefärbte/veredelte Garne, rohe und gefärbte/veredelte Gewebe und Gestricke, konfektionierte Artikel (Bekleidung aller Art, Heim- und Haustextilien, Bettwäsche, Frottierwaren, textile Spielwaren u.v.m.)

mehr Informationen gibt es unter OEKO-TEX.com Kinderteppiche mit OEKO Tex Siegel findet man unter anderem hier

Unser Einkauftipp

 
Oeko-tex
Die Test Kriterien - Die Schadstoffprüfungen umfassen:

  • gesetzlich verbotene Substanzen
  • gesetzlich reglementierte Substanzen
  • bekanntermaßen gesundheitsbedenkliche (jedoch noch nicht gesetzlich geregelte Chemikalien)
  • sowie Parameter zur Gesundheitsvorsorge
Es werden vier Produktklassen unterschieden:

  • Produktklasse I: textile Artikel für Babys und Kleinkinder bis 3 Jahren (Bekleidung, Spielwaren, Bettwäsche, Frottierwaren etc.)
  • Produktklasse II: hautnah verwendete Textilien (Unterwäsche, Bettwäsche, T-Shirts etc.)
  • Produktklasse III: hautfern verwendete Textilien (Jacken, Mäntel etc.)
  • Produktklasse IV: Ausstattungsmaterialien (Vorhänge, Tischdecken, Polstermöbelbezüge etc.)